Donnerstag, 8. Januar 2026

Friedenslage am 08.01.2026 (20:30:48)

„NSATUNATO-Stab für Sicherheitsunterstützung und Ausbildung für die
Ukraine-General: „Eine starke ukrainische Armee dient uns allen""
https://www.bundeswehr.de/de/auftrag/einsaetze/missionen/anerkannte-missionen/nsatu/interview-nsatu-general-6054876

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| Herr Generalmajor Keller, es ist jetzt der vierte Kriegswinter in der
| Ukraine. Warum haben die Russen bisher keinen entscheidenden Durchbruch
| geschafft?
|
| „Das hat unterschiedliche Gründe. Ein wesentlicher Grund ist die internationale
| Solidarität für die Ukraine. Unser Ziel ist, die ukrainische Armee
| kontinuierlich zu stärken, damit sie die Front halten kann. Eine weitere Ursache
| ist schlicht, dass die militärischen Fähigkeiten der Russen immer noch nicht
| ausreichen, die ukrainische Armee zu schlagen. Sie lernen zwar dazu, aber ihre
| Ziele erreichen sie nach wie vor nicht. Vor allem aber hindert die Art und
| Weise, wie die Ukrainer kämpfen, die Russen daran, einen wirklichen Durchbruch
| zu schaffen. Sie sind nicht nur technisch innovativ, beispielsweise beim Bau von
| Drohnen, sondern auch extrem anpassungsfähig, wie sie diese Innovationen
| nutzen. Mit der Flexibilität der Ukrainer können es die Russen nicht wirklich
| aufnehmen." …
|
| „Unser Auftrag bleibt es, den ukrainischen Bedarf angemessen und insbesondere
| kontinuierlich zu decken. Wir müssen diesen deshalb immer wieder erfassen und
| prüfen – egal ob in Ausbildung, Fähigkeitsentwicklung oder
| Materialunterstützung. Perspektivisch könnte sich unser Schwerpunkt auf die
| Fähigkeitsentwicklung verlagern, doch im Moment scheint der Kriegsverlauf
| konstant zu bleiben: Es bleibt wohl ein Abnutzungskrieg. Und dann ist die Frage,
| wer länger durchhält: Russland oder die Ukraine – und damit auch der
| Westen. Entscheidend bleibt deshalb, dass die einzelnen Nationen unablässig
| weiter unterstützen, zum Beispiel im Rahmen der wichtigen tschechischen
| Munitionsinitiative, die im Jahr 2025 1,8 Millionen Schuss Artilleriemunition,
| rund 45 Prozent der Gesamtmenge, geliefert hat. Auch der NSATUNATO-Stab für
| Sicherheitsunterstützung und Ausbildung für die Ukraine-Trustfund wird weiterhin
| eine große Rolle spielen und uns helfen, kurzfristige kleinere Bedarfe zu
| decken. Nur dadurch, dass dort seit April 2025 kontinuierlich die notwendigen
| Geldmittel bereitgestellt werden, kann flexibel Material beschafft
| werden. Letztendlich ist es unser Ziel, die ukrainische Armee so stark wie
| möglich zu machen, damit sie sich gegen Russland behaupten kann. Das ist auch
| aus Sicht der Allianz wichtig. Eine starke ukrainische Armee dient in erster
| Linie der Abschreckung und damit auch uns als Allianz."
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„Paris Declaration: Robust Security Guarantees for a Solid and Lasting Peace in
Ukraine"
https://www.president.gov.ua/en/news/parizka-deklaraciya-nadijni-garantiyi-bezpeki-dlya-micnogo-j-102313?utm_source=chatgpt.com
Liest man es Wort für Wort: Viel Deklamation, keine ernsthaften
Zusagen. Politischer Schaden, ohne Selensky zu nutzen. Auch die
Zusatzvereinbarung zwischen Selensky, Macron und Starmer führt letztlich nicht
https://www.gov.uk/government/speeches/pm-remarks-after-coalition-of-the-willing-meeting-6-january-2026

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| Wir haben eine Absichtserklärung unterzeichnet… Zur Entsendung von Streitkräften
| in die Ukraine im Falle eines Friedensabkommens.
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weiter. Ein „europäischer" Durchbruch wäre es gewesen, hätte man irgendeine Art
von Beteiligung an den Kämpfen in Aussicht gestellt. Hat man aber nicht. Man hat
großen Respekt vor Russland, vielleicht sogar Angst, und macht gleichzeitig viel
Winde, damit es keiner merkt. Aber laute Worte:
https://overton-magazin.de/top-story/koalition-der-willigen-will-nach-frieden-die-ukraine-zur-festung-ausbauen/

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| Starmer sagt, Putin sei noch nicht für den Frieden bereit, weswegen die
| Unterstützung der Ukraine weiter hochgefahren werden müsse, damit sie weiter den
| Krieg führen kann. Es gilt also für Frankreich und Großbritannien, Stärke zu
| demonstrieren und den Krieg fortzusetzen. So muss der Kreml auch die
| Absichtserklärung verstehen, die eigentlich unverfroren weiter formuliert, was
| vor dem Krieg gemacht wurde und Moskau, mit dem man unter Biden nicht über
| Sicherheitsinteressen verhandeln wollte und das sich, zu Recht oder nicht, mit
| dem Rücken zur Wand betrachtete, in die Kriegsfalle laufen ließ oder zum Krieg
| provozierte. Starmer weiter zum Ausbau der Ukraine als Festung: „Und so kann ich
| sagen, dass nach einem Waffenstillstand Großbritannien und Frankreich
| ‚Militärzentren' in der gesamten Ukraine einrichten und geschützte Einrichtungen
| für Waffen und militärische Ausrüstung bauen werden, um die
| Verteidigungsbedürfnisse der Ukraine zu unterstützen."
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Der Krieg soll fortgesetzt werden. Man hofft, dass den Russen irgendwann die
Kraft ausgeht. Während die Führung der Ukraine sowieso immer mitmacht, was
sollte sie auch sonst machen? Menschenleben spielen keine Rolle.




„Krieg in der Ukraine: 2026 ein Ende in Sicht?
von Christian Mölling, András Rácz"
https://www.zdfheute.de/politik/ausland/militaeranalyse-ukraine-krieg-russland-ausblick-2026-100.html

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| 2026: Die Front bleibt statisch durch Dominanz der Drohnen
|
| Im Jahr 2026 wird sich die Frontlinie wahrscheinlich nicht schneller
| bewegen. Dies liegt daran, dass sich die Hauptgründe für diese Langsamkeit nicht
| ändern werden: Die Frontlinie wird weiterhin von Tausenden von Drohnen gesättigt
| sein, was jede größere, nachhaltige Manöverkriegsoperation unmöglich macht.
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„Ukraine und Russland: Wie dieser Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beendet
werden kann"
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/ukraine-krieg-verhandlungsfrieden-plan-gerechter-frieden-europa-li.10012558
Bezahlschranke




„Die Unterwerfung Lateinamerikas"
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10250

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| Das US-Vorgehen basiert auf der Anfang Dezember publizierten Nationalen
| Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten, die der Westlichen Hemisphäre –
| Lateinamerika, der Karibik und Grönland – besondere Bedeutung einräumt. Rivalen
| der USA wie vor allem China, das äußerst enge Wirtschaftsbeziehungen in die
| Region unterhält, sollen mit allen Mitteln aus ihr verdrängt werden – nach dem
| Vorbild der Monroe-Doktrin von 1823. Der Versuch Washingtons, sich Lateinamerika
| vollständig zu unterwerfen, lässt den Machtkampf gegen China in der Region
| eskalieren. Die EU, die ihr Mercosur-Freihandelsabkommen in der kommenden Woche
| unterzeichnen will, droht endgültig abgedrängt zu werden.
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Mehr zu Venezuela
https://theconversation.com/before-toppling-maduro-the-us-spent-decades-pressuring-venezuelan-leaders-over-its-oil-wealth-272679
https://theconversation.com/can-the-us-run-venezuela-military-force-can-topple-a-dictator-but-it-cannot-create-political-authority-or-legitimacy-272683
https://theconversation.com/venezuela-gaza-ukraine-is-the-un-failing-272703
https://www.imi-online.de/2026/01/05/usa-venezuela-und-die-truemmer-des-voelkerrechts/




„Trumping Venezuela: Sechs Gedanken zur politischen Bedeutung der
US-Militärintervention Thomas Kleine-Brockhoff Dr. Patrick Keller"
https://dgap.org/de/forschung/publikationen/trumping-venezuela-sechs-gedanken-zur-politischen-bedeutung-der-us

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| Es war eine Demonstration: Die Welt der Einflusssphären ist zurück, nicht nur im
| Wirken autoritärer Großmächte wie Russland und China, sondern auch im Denken und
| Handeln der USA. Völkerrecht wird als biegsam und nachrangig betrachtet – Stärke
| schafft Tatsachen. Und Stärke respektiert allein die Stärke anderer. Große
| Mächte teilen die Landkarte unter sich auf, mal in offener, mal in
| stillschweigender Übereinkunft. …
|
| Voraussetzung des Erhalts der Freiheit ist die drastische Selbststärkung
| Deutschlands. Mit dem Programm zur Rüstungsfinanzierung ist ein Anfang
| gemacht. Aber nur ein Anfang. Wie Deutschland seine Armee modernisiert,
| amerikanische Exklusiv-Fähigkeiten ersetzt, sein Beschaffungswesen reformiert,
| seiner Rüstungsindustrie die Expansion erleichtert, eine neue
| Rüstungsforschung aufbaut und auch noch gesellschaftliche Resilienz erzeugt –
| all das liegt im Nebel. Oder sagen wir: in der Dauerschleife der Diskussion.
|
| Die Grundlagen wirtschaftlicher Stärke zu erneuern, wäre das zweite Element der
| Selbststärkung. Das scheint im Prinzip anerkannt zu sein, lässt sich aber mehr
| an Äußerungen, denn an Taten der Bundesregierung ablesen. Wie Deutschland es
| schafft, seine neuen Rüstungsmilliarden in wirtschaftliche Stärke (durch
| Forschung und Entwicklung) umzumünzen, ist bisher nur in ein paar
| Beratungspapieren nachzulesen. Wie Rohstoffe zu sichern sind, wie
| Datensouveränität zu erzeugen ist, das alles schlummert in sektoralen
| Strategiepapieren.
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„Empörung in Kopenhagen:
Dänemark weist US-Anspruch auf Grönland zurück"
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/groenland-daenemark-weist-trumps-anspruch-entschieden-zurueck-accg-200408272.html
Vermutung: Irgendwie wird er es kriegen. In welcher Rechtsform auch immer. Was
immer gesagt werden wird:
https://augengeradeaus.net/2026/01/los-gehts-die-neue-weltordnung/ Mit dem
https://euractiv.de/news/stoppt-die-drohungen-sagt-daenemark-zu-den-usa-nach-trumps-neuen-aeusserungen/





„Tag der Bundeswehr"
https://www.bundeswehr.de/de/bundeswehr-erleben/tag-der-bundeswehr
Am 06.06.26 auch in Eckernförde. Dort wird es um die Spezialkräfte der Marine
gehen, die momentan in Fernsehen oft zu sehen
sind. https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/minentaucher,sendung-44500.html


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https://friedenslage.blogspot.com/